Rund drei Dutzend Teilnehmer der Stadtteilkonferenz Leherheide spitzten die Ohren, als Stoessel den neuen Blickfang im Herzen Leherheides beschrieb. „Die Stadtteilbibliothek kommt von der zweiten Reihe nach vorn in die erste Reihe, sie soll ein optischer Leckerbissen sein“, sagte er. Erreicht wird das nicht nur durch die augenfällige Buchform des rund sechs Meter hohen Baukörpers, sondern auch durch das heraus strahlende Licht aus den drei komplett verglasten Seitenflächen. „Abends ist das ein heller, freundlicher Punkt, ein Anziehungspunkt“, schwärmte Stoessel. Innen werde das Thema Buch aufgenommen und fortgeführt, sagte der Architekt. „Wir wollen auch den Boden und die Decke wie eine Buchseite gestalten.“ Baubeginn ist laut Zeitplan im Mai, für den Herbst ist die Eröffnung des rund 550 Quadratmeter großen Gebäudes geplant. Damit umfasst der Neubau die gleiche Fläche wie die alte Stadtteilbibliothek im Heidjermarkt.
Der rund eine Million Euro teure Neubau hat mehrere Besonderheiten. Er beherbergt ein öffentliches Behinderten-WC, hat eine Fassade, die gegen Graffiti-Angriffe gefeit ist, und bruchsicheres Material, um Vandalismus vorzubeugen. Und die Deckenkonstruktion mit Balken erlaubt laut Stoessel eine vielfältige Nutzung des Innenraumes: „Wir können die Wände frei stellen, es stehen keine Stützen im Weg.“
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