05.03.2010 14:55
Das B'ook mit E-Ink-Display und LCD-Touchscreen lässt sich wie ein Buch zusammenklappen.
Bild: heise mobil
Der chinesische Hersteller 1Cross stellt auf der CeBIT (Halle 16, C06) einen E-Book-Reader mit Dualscreen vor. Der B'ook verknüpft wie der Dualscreen-Reader Alex von Spring Design ein schwarzweißes E-Ink-Display zur Anzeige von E-Books mit einem Touchscreen-Farb-LCD, auf dem eine Android-Oberfläche läuft und über das die Menüführung erfolgt. E-Books oder Webseiten können per Fingerwisch vom LCD auf den lesefreundlicheren E-Ink-Bildschirm gezogen werden. Anders als beim Alex lassen sich die beiden Bildschirme aber wie ein Buch zusammenklappen.
Unter dem 3,2-Zoll-LCD hat der B'ook außerdem eine auf Touch reagierende Qwerty-Tastatur eingebaut. Neu für einen E-Book-Reader ist die Telefonie-Funktion, das B'ook funkt Herstellerangaben zufolge in GSM-Netzen und verfügt über ein WLAN-Modul; per Webcam (VGA) soll auch Videotelefonie möglich sein.
Die in Android integrierte Reader-Software erkennt derzeit TXT, PDF und Epub ohne Kopierschutz, man arbeite derzeit aber auch an der Unterstützung des populären Kopierschutzes Adobe DRM. Der auf der Messe gezeigte Prototyp läuft mit Android 1.6, die finale Version soll mit 2.1 Eclaire ausgeliefert werden. Ein Market-Zugang war auf dem Prototyp nicht zu finden, generell soll aber Software von Drittherstellern unterstützt werden. 1Cross bietet dazu eine API für die Ansteuerung des E-Ink-Displays, sodass Anbieter von Android-Reader-Software wie Aldiko oder FBreaderJ angepasste Versionen für den B'ook programmieren könnten.
Bei einem zweiten B'ook-Modell ist das E-Ink-Display auf der Vorderseite, LCD-Touchscreen und Bedienelemente befinden sich auf der Rückseite.
Bild: heise mobil
Ein Zugang zu einem Online-Bücherladen ist ebenfalls implementiert, über den Vertriebspartner ihre E-Books anbieten können. In China hat 1Cross schon einen Distributor gefunden, der Reader soll dort im Juni zu einem Preis von umgerechnet 350 bis 400 Euro auf den Markt kommen. Ein zweites Modell, das auf der Messe als nicht funktionierendes Mock-up ausgestellt wird, soll im September folgen. Bei diesem ist das E-Ink-Display auf der Vorderseite, das LCD und die Tastatur auf der Rückseite des Geräts angebracht.
(acb)
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